LEI-Referenzdaten und „Level-2"-Mutterbeziehungen
Ein LEI hat nur 20 Zeichen, ist aber ein Schlüssel zu einem strukturierten öffentlichen Datensatz über eine Einheit. Dieser Datensatz besteht aus zwei Ebenen — „wer ist wer" und „wem gehört wer".
Level 1: wer ist wer
Level-1-Daten sind die eigenen Identitätsangaben der Einheit, bei der Ausstellung gegen ein amtliches Register geprüft und bei jeder Verlängerung erneut bestätigt. Sie umfassen in der Regel:
- den rechtlichen Namen;
- die eingetragene Anschrift und den Sitz;
- das Gründungsland und die Rechtsform;
- das Register und die Registernummer;
- den Status des LEI und das Verlängerungsdatum.
Level 2: wem gehört wer
Level-2-Daten beschreiben die Beziehungen der Einheit — ihre direkte und ihre oberste Muttergesellschaft, soweit vorhanden. So lassen sich Eigentumsstrukturen über Grenzen hinweg nachverfolgen — genau die Lücke, die die Krise von 2008 offenlegte.
Die Meldung der Muttergesellschaften folgt einem Grundsatz der Rechnungslegungskonsolidierung, und Einheiten können triftige Gründe für eine Nichtmeldung erfassen (etwa wenn eine Offenlegung rechtlich nicht zulässig ist).
Warum die Datenqualität zählt
Da der LEI jährlich verlängert wird, bleiben die Referenzdaten aktuell. Diese Pflege macht den LEI zu einem verlässlichen Prüfinstrument. (Siehe Einen LEI nachschlagen und prüfen.)
Siehe auch Was ist ein LEI-Code? und Was ist die GLEIF?
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